Fünf Herausforderungen für den Verbrennungsmotor

FRANKFURT AM MAIN. Für die Jubiläumsausgabe der Automobilwoche skizziere ich im zweiseitigen Blickpunkt fünf zentrale Herausforderungen, denen sich der Verbrennungsmotor stellen muss:

  • Herausforderung 1: Wirkungsgrad
    Ein Hubkolbenmotor kann maximal zwei Drittel der im Kraftstoff gebundenen Energie nutzen. Diesem theoretischen Optimum näher zu kommen, ist Aufgabe der Entwickler. Unter Kosten-Nutzen-Aspekten ist eine milde Hybridisierung mit einem 48-Volt-System vermutlich der wichtigste Lösungsansatz.
  • Herausforderung 2: Realemissionen
    Ab Herbst 2017 wird die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte im realen Fahrbetrieb auf der Straße überprüft. Die RDE-Tests („Real Driving Emissions“) begünstigen Technologien, die den Schadstoffausstoß in Beschleunigungsphasen effektiv verringern. Dazu gehört die Zylinderabschaltung, die zunehmend auch bei kleinen Motoren eingesetzt wird.
  • Herausforderung 3: Bezahlbar bleiben
    Der wichtigsten Wettbewerbsvorteil des Verbrennungsmotor gegenüber dem Elektroantrieb (inklusive Akku) sind seine weitaus geringeren Herstellkosten. Saubere Dieselmotoren sind zwar technisch möglich, die Entwicklungskosten können jedoch nur auf die europäischen Käufer umgelegt werden. Alternativen sind gefragt.
  •  Herausforderung 4: CO2-Grenzwerte 2030
    Die Diskussion um die nächsten CO2-Grenzwerte wird bereits 2017 starten. Umweltgruppen plädieren für 75 Gramm pro Kilometer, das entspricht 3,2 Liter Benzin oder 2,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Da solche Werte physikalisch von großen und schweren Fahrzeugen nicht zu erreichen sind, werden sich Plug-in-Hybridfahrzeuge in den höheren Klassen auf breiter Front durchsetzen.
  • Herausforderung 5: Neue Kraftstoffe
    Vollständig CO2-neutrale Mobilität ist allein durch Elektrofahrzeuge vermutlich nicht bis 2050 zu erreichen. Hinter den Kulissen arbeiten Bundesumweltamt und Bundeswirtschaftsministerium daher bereits an einer Alternative: Diesel und Benzin können auch aus Wasserstoff und dem abgeschiedenen Kohlendioxid aus Stahl- und Zementwerken hergestellt werden.

Nachzulesen im Detail ist der Blickpunkt momentan nur für Abonnenten.

Nicht zu vergessen: Happy Birthday, liebe Automobilwoche-Redaktion. Ich bin stolz darauf, für Euch arbeiten zu dürfen. win

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