Ja zu Europa, nein zu Separatismus

FRANKFURT AM MAIN. Katalonien hat gewählt und sich damit nicht nur gegen Spanien, sondern auch gegen Europa entschieden. Auch in anderen Mitgliedsländern bröckelt der Glaube, der europäische Einigungsprozess brächte Frieden, Freiheit und Wohlstand. In der aktuelle Flüchtlingskrise werden die Friktionen sichtbar, ebenso wie vorher im Kampf um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Und genussvoll, so scheint es mir, schreiben die meisten unserer Kollegen vor allem über die Baustelle Europa nach dem Motto: „Was nicht perfekt ist, hat kein Existenzrecht.“ Ja, liebe Kollegen, habt Ihr denn keinerlei Geschichtsbewusstsein? Mag ja sein, dass ich dadurch geprägt bin, dass meine Mutter 1948 im völlig zerbombten und bald darauf geteilten Berlin geboren ist. Mag ja sein, dass mich die Mauer als Kind erschreckte und ich mich daher nach wie vor darüber freue, von Bratislava nach Lissabon ohne eine einzige Grenzkontrolle reisen zu können.

AMPERE-3-2015Dennoch: Europa ist der einzige Kontinent, der es geschafft hat, vielen Menschen ein Leben in Freiheit und in Wohlstand zu ermöglichen und gleichzeitig Ökologie und Ökonomie zu versöhnen. Europa, das ist wahr, ist eine Baustelle, „work under progress“. Dennoch: Kann Europa nicht auch ein Modell dafür sein, wie im demokratischen Streit, über die Grenzen von Sprachen und Kulturen hinweg, die ganze Welt sich friedlich entwickeln kann? Die aktuelle Ausgabe der von uns redaktionell betreuten AMPERE geht genau dieser Frage nach. Ich beantworte sie für mich ganz eindeutig mit „Ja!“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s