Überzeugungstäter

FRANKFURT AM MAIN. Der effiziente Einsatz von Energie ist für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Doch Energieeffizienz erfordert Investitionen, Ideen und Herzblut. Wir haben in den vergangenen Wochen mit vielen Menschen geredet, die schon heute Energieeffizienz leben. Wir waren in Fabriken, Theatern, Kirchen und Krankenhäusern und trafen dort auf Überzeugungstäter, die eines gemeinsam hatten: den unbedingten Willen, ihr Effizienzprojekt zu verwirklichen.

Screenshot EE-Portal

Zu lesen sind diese Geschichten jetzt auf dem neuen Portal „Energieeffizenz erleben“ des ZVEI. Haben auch Sie ein spannendes Projekt? Dann kommen Sie auf uns zu!

Auch die neue Ausgabe des ZVEI-Magazins „AMPERE“ widmet sich der Energieeffizienz. Etwa der Frage, wie das Thema neben der Umstellung auf erneuerbare Energien eigene Akzente bei der Energiewende setzen kann. Die Deutschland-Chefin von Schneider Electric Rada Rodriguez erläutert den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Energieeffizienz, ABB Deutschland-Chef Hans-Georg Krabbe diskutiert mit dem Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker darüber, wie das technisch vorhandene Potenzial für höhere Energieeffizienz in die Tat umgesetzt werden kann, und wir gingen der Frage nach, wie es die Elektroindustrie mit der Energieeffizienz in ihren eigenen Werken hält.

Die AMPERE wird von der Agentur PICS für den ZVEI produziert. Unser Redaktionsbüro ist Partner für die Konzeption und die komplette redaktionelle Umsetzung. Die aktuelle Ausgabe steht ab kommender Woche hier zum Download bereit.

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Ist der niedrige Ölpreis gut für die Autoindustrie?

FRANKFURT AM MAIN. Automanager diskutieren derzeit intensiv über die Folgen des niedrigen Ölpreises. Einigkeit besteht nur in einem Punkt: Auf die Erfüllung der gesetzlichen CO2-Vorschriften, die bis ins Jahr 2021 (Europa) oder gar 2025 (USA) gelten, hat der Rohölpreis keinen Einfluss. Denn die gelten auch dann, wenn die Konsumenten sich wieder für größere Autos und mehr Hubraum entscheiden und Elektroautos links liegen lassen. Da aber vor allem große und schwere Fahrzeuge wie SUVs in der Zwei-Tonnen-Liga die Verbrauchs-Zielwerte nicht ohne Hybridisierung errreichen, werden die Hersteller die dafür aufzuwendenden Entwicklungs- und Produktionskosten nicht an die Käufer weitergeben können.

Viele Automanager flüchten sich derzeit in die Aussage, das billige Öl sei eine vorübergehende Erscheinung. Doch Vorsicht: Einige Ökonomen behaupten, basierend auf einem spieltheoretischen Ansatz, das Gegenteil. Da die großen Produzenten, allen voran Saudi-Arabien, befürchten müssen, dass weltweit immer strengere CO2-Vorschriften dazu führen, dass immer weniger Öl benötigt wird, sinken die Preise weiter. Ein Anreiz, jetzt bei noch relativ hohen Preisen so viel als möglich zu verkaufen. Und für die Automobilindustrie kein reiner Grund zur Freude, weil sich so die derzeit hohen Entwicklungskosten für Plug-in-Hybride und E-Fahrzeuge schlechter amortisieren lassen.

Zu den Auswirkungen des Ölpreises auf den Absatz von Elektrofahrzeugen diskutiere ich auf der COFAT-Tagung von Bayern Innovativ mit Ilse Aigner, die in der Bayrischen Staatsregierung unter anderem für Technologie und Energie verantwortlich ist. An der Podiumsdiskussion nehmen zudem hochkarätige Experten von Audi und BMW sowie der Technischen Universität München – und die Kollegin Birgitt Priemer aus der „auto motor und sport“-Redaktion. Mehr Infos dazu finden Sie hier.