LED-Beleuchtung wird deutlich billiger

BREGENZ. Nicht noch mehr Effizienz, sondern Kostenoptimierung steht bei der Weiterentwicklung der LED-Beleuchtung im Fokus der Entwickler. Das wurde auf dem LpS-Symposium 2012 deutlich. Um bis zu 75 Prozent soll die energieeffizienteste Form technischen Lichts bis Ende des Jahrzehnts billiger werden. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung hat die Umstellung auf das Halbleitermaterial Silizium. Bislang wird das lichtemittierende Galliumnitrid in der Regel auf das wesentlich teurere Saphir aufgebracht. Zudem stellen immer mehr Anbieter Wechselstrom-LED-Module vor, die auf Treiber verzichten können. Einen noch wesentlich radikaleren Ansatz zur Vereinfachung stellte Thomas Zabel, Gründer des Unternehmens e:lumix, vor: Ein von ihm entwickeltes Array hält die Temperatur durch einen im Halbleiter verbauten „Protektor“ auch bei voller Lichtleistung auf konstant 28 Grad Celsius, eine Wärmeableitung ist so nicht mehr notwendig.

Thomas Zabel

e:lumix-Gründer Thomas Zabel, der sich gerne als Steve Jobs der Lichtindustrie sieht

Zwar stand in Bregenz die Weiterentwicklung der LED im Vordergrund, so war doch auch immer wieder von organischen Leuchtdioden die Rede. So gab Philips-Forscher Helmut Becker bekannt, dass das Unternehmen 2013 in Aachen eine größere Pilotfertigung in Betrieb nehmen will. Ebenfalls im kommenden Jahr sollen die ersten transparenten OLEDs verfügbar sein. Bis es flexible oder farblich veränderbare OLEDs in die Serie schaffen, werden Becker zufolge noch einmal sechs Jahre vergehen.

Das vom Verleger Siegfried Luger („LED professional“) zum zweiten Mal veranstaltete Symposium bot interessante Vorträge zur Weiterentwicklung der Technik und bestach durch hochkarätige Aussteller wie Osram. Auch habe ich selten eine derart perfekt organisierte Konferenz besucht. Nur: Arg viele Besucher waren nicht zu vermerken, im großen Vortragssaal verloren sich die wenigen Zuhörer.

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