Tennet-Geschäftsführer: Netzanschlüsse sind nicht das Hauptproblem

In einem heute in der Fachzeitschrift „Energy 2.0“ publizierten, von mir geführten Interview wehrt sich Tennet-Geschäftsführer Lex Hartman gegen die Behauptung, der schleppende Ausbau der Windkraft auf hoher See läge an fehlenden Netzanschlüssen. Vielmehr sei ungewiss, ob und wie die Windkraftanlagen selbst in Betrieb gingen. „Um in zehn Jahren 11 Gigawatt in der Nordsee zu erzeugen, müsste ab heute jeden Tag eine neue Windkraftanlage aufgestellt werden. Es stellt sich die Frage, ob das überhaupt geht.“ Zudem sei für ihn nicht erkennbar, welche der geplanten Projekte mit insgesamt 25 Gigawatt Nennleistung überhaupt realisiert werden. „Am Ende wird weniger als ein Drittel tatsächlich gebaut. Die Netzanschlüsse hierfür wären also Sackgassen und damit für die Verbraucher extrem kostspielig.“

Allerdings räumt Lexman ein, dass auch ein besser koordinierter Ausbau nicht das fehlende Kapital ersetzen kann. Tennet habe sei zwei Jahren weniger als eine Milliarde wert gewesen und soll nun 15 bis 20 Milliarden Euro in die Anschlüsse der Windparks auf hoher See investieren. Dies sei nur mit zusätzlichen Investoren zu stemmen. Um diese zu gewinnen, sei eine klare Haftungsregelung notwendig. Die zumindest scheint nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch auf dem Weg zu sein. Damit stellt sich die nächste spannende Frage: Wer investiert in die deutsche Tochter von Tennet?

Das komplette Interview können Sie in der elektronischen Ausgabe der Energy 2.0 nachlesen.

Advertisements

LED-Technik in der F.A.Z.

Auch nach zwanzig Jahren Fachjournalismus gibt es noch immer Premieren, erste Veröffentlichungen, denen ich entgegenfiebere. So dem ersten Aufmacher, den ich für das Ressort „Motor und Technik“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verfasst habe. Letzten Dienstag war es soweit: Fast eine ganze Seite durfte ich zur besten Tageszeitung Deutschlands beitragen. Wobei 240 Normzeilen nicht viel Raum für das gewählte Thema sind: Ich behandele die Rolle, die energieeffiziente Leuchtdioden im Auto der Zukunft spielen werden. Nachlesen können Sie den Beitrag hier.