Tagesgespräch: Der Preis der Energiewende

Bayern 2 widmete heute seine Mittagssendung der aktuellen Diskussion über die Kosten der Energiewende. Als Experte war ich eingeladen, auf die Hörerfragen zu antworten. Spannend, weil man bei einer solchen „Call-in“-Sendung ja nicht weiß, was da auf einen zukommt. Und tatsächlich ist ein buntes Meinungsspektrum vertreten. Gleich der erste Anrufer, ein Greenpeace-Mitglied, zieht vom Leder, später werden unter anderem die Verstaatlichung der gesamten Energiewirtschaft und – aus ästhetischen Gründen – der Verzicht auf Windkraftanlagen gefordert. Ich bin mit vielem nicht einverstanden, aber ich habe richtig Spaß daran, dass endlich über die Energiewende landauf, landab diskutiert wird. Wer die Sendung nachhören will, kann dies hier tun.

Übrigens: Was die Energiewende kosten wird, konnte die Sendung natürlich nicht beantworten. Denn erstens läuft das Projekt die kommenden 40 Jahre und kein Mensch kann über einen derart langen Zeitraum seriös Rohstoffpreise und Erzeugungskosten prognostizieren. Und zweitens können wir die Kosten aktiv beeinflussen. Fördern wir besonders ineffektive Technologien, dann wird es teurer, als wenn wir konsequent dort anfangen, wo die CO2-Vermeidungskosten am geringsten sind.

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